Ehre das Gesetz. Ehre den Berg.
 

 Schneepelz - Pflanzenkennerin - verstorben

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 Asche




Diese Erinnerung wurde am Mo 29 Feb 2016 - 23:20 von ©Asche hinterlassen.
Schneepelz
»Tomorrow is a hope, never a promise.«
Aussehen
  Augenfarbe: helle, braune Augen mit einem Stich von Bernstein
  Fell: hübsches, kurzes, weißes Fell mit hellbrauner Musterung im Gesicht
  Statue: mittelgroße Kätzin mit schmalem Körperbau. Sie hat kaum Muskeln, ist aber trotz all dem stark gebaut.
  Besonderes: Ihre Mutter sagte immer zu ihr, sie hätte wunderschöne Augen, Schneepelz selbst sieht sie daher als etwas Besonderes an.

  Allgemeines:
  Schneepelz ist eine sehr hübsche Kätzin, welche sich fast rund um die Uhr um ihre Fellpflege sorgt. Sie hat schmale, kleine, helle, gelbe Augen, mit einem Stich von der Farbe eines Bernsteins, welche sie sehr mag. Ihr Fell ist schneeweiß, kurz und sehr flauschig, außer ihr Gesicht, welches hellbraun und an einigen Stellen auch dunkelbraun getigert ist, doch um ihre Schnauze herum zieht sich ihr schneeweißes Fell ebenfalls, ihr Gesicht ist sehr hübsch, da sie durch die Musterung im Gesicht nicht einfach nur einfarbig ist, was ihr sehr gefällt. Sie ist eine durchschnittlich große Kätzin, welche einen recht stark gebauten Körperbau hat, doch auf viele Artgenossen wirkt sie eher zierlich, da sie kaum Muskeln besitzt.

  Stammbaum
  Mutter: Mondblüte | SchattenClan | lebendig | -
  Vater: Falkenfrost | SchattenClan | lebendig | -
  Bruder: - | - | - | -
  Schwester: Blauherz | SchattenClan | lebendig | -

  Gefährte/in: Stachelkralle | Streuner | ehemals, lebendig | -
  Jungen: Wolke | Streuner | lebendig | -
Fluss | Streuner | lebendig | -

  Mentor: Rostpelz | SchattenClan | tot | -
Rußherz | SchattenClan | tot | -
  Novize: Tíraya | SchattenClan | lebendig | Flosse

  Vergangenes
Die weiße Kätzin kam zusammen mit ihrer blaugrauen Schwester Blaujunges auf die Welt. Ihre Geburt fand in der Blattfrische und an einem wunderschönen Sonnenuntergang statt. Schneejunges war eine sehr verspielte Kätzin und steckte voller Lebensfreude. Ihre Schwester Blaujunges hingegen war eher etwas schüchtern und zurückhaltend, und hielt sich mehr bei ihrer Mutter Mondblüte auf, welche sich liebevoll um sie sorgte. Ihr Vater, Falkenfrost, hatte kaum Zeit für seine beiden Jungen. Man erzählte Schneejunges davon, was ihr bevorstehen würde - dass sie mit fünf Monden zu einer Schülerin werden würde, und dass sie in diesen weiteren fünf bis sechs Monden zu einem Knochentreiber oder einer Knochentreiberin ausgebildet werden würde. Wie fast jedes, kleines, neugieriges Kätzchen konnte Schneejunges ihre Ausbildung kaum erwarten. Ihre Baugefährten, Fetzenjunges und Brandjunges machten sich oft über Schneejunges und ihre Schwester lustig, da die beiden oft Spiele miteinander spielten, in denen es beispielsweise darum ging, einen feindlichen Streuner das Fell über die Ohren zu ziehen. Schneejunges war verägert über das Verhalten von Fetzenjunges und Brandjunges, und sie mochte den Gedanken nicht, dass die beiden Jungen vor ihnen zu Schülern ernannt werden würden, auch wenn sie auf sie immer deutlich reifer wirkten und viel Größer waren.
Schneejunges musste immer schmunzeln, als sie Fetzenpfote und Brandpfote dabei beobachten durften, wie sie mit gerümpfter Nase das Material für die Nester der Ältesten wechseln mussten, wenn ihr Mentor einen Tag keine Zeit für sie fand, doch die beiden Schüler zeigten kein Interesse an dem Spott eines dämlichen Jungen, auch wenn man ihnen manchmal ansah, dass es sie ärgerte. Schneejunges sah ihnen trotz all dem immer zu mit neidischen Blicken hinterher, als Fetzenpfote und sein Bruder das Lager verließen, um das Territorium zu erkunden.
Die Monde im Lager vergingen für Schneejunges nur schwerfällig, und die Tage in der leeren Kinderstube zerrten an ihr. Sie wollte endlich mit ihrer Schwester mit der Ausbildung anfangen, und jammerte ihrer Mutter Mondblüte die Ohren damit voll, welche ihr allerdings stetig erklären musste, dass sie darauf keinen Einfluss hatte, und das allein das Allsehende Auge darüber entscheiden würde, wann die beiden Schwestern ihre Ausbildung anfangen würden. Schneejunges wusste allerdings bereits, dass das Auge ihrer Mutter Mondblüte bereits mitgeteilt hatte, ob sie nun ein Knochentreiber oder ein Beutejäger werden würde, und sie ärgerte es, dass Mondblüte ihr nichts davon erzählen wollte.

Eines Nachts wurde Schneejunges von den Klagelauten ihrer Schwester geweckt, welche sich über fürchterliche Bauchschmerzen beklagte. Im selben Atemzug bemerkte Schneejunges, dass sie ebenfalls Bauchschmerzen hatte. "Du darfst auf gar keinen Fall Mondblüte davon erzählen!" flehte Blaujunges ihre Schwester an. "Nun ja, da war heute Abend ein toter Buchfink unter der Hecke... ich weiß nicht, wie lange der da schon lag... es war nur ein Bissen... allerhöchstens zwei!" während ihre Schwester Schneejunges davon erzählt hatte, bekam Schneejunges vor Schmerzen kaum noch Luft. "Was hast du dir dabei gedacht? Wir müssen unbedingt zu Rußherz!" - "Wir? Was meinst du mit 'Wir'? Hast du etwa auch Bauchschmerzen?" fragte Blaujunges verwundert. "Ja, aber ich habe nichts vom Krähenfraß gefressen." auf einmal erwachte Mondblüte aus ihrem Schlaf "Ihr habt Krähenfraß gefressen?!" ohne auf eine Antwort zu warten, zerrte Mondblüte ihre Jungen zu Rußherz, welche den beiden Schwestern Schafgabe gab, damit sie davon erbrachen, und den Krähenfraß wieder raus bekamen. "Aber ich habe gar keinen Krähenfraß gefressen!" protestierte Schneejunges, als sie erfuhr, dass sie von den Kräutern erbrechen müsse, und einen Tag lang keine Frischbeute mehr zu sich nehmen dürfte. "Hör auf mich anzulügen, und nimm die Kräuter zu dir!" fauchte ihre Mutter sie an. Schneejunges bemerkte, dass es sinnlos war, mit ihrer Mutter zu diskutieren, und nahm die bitteren Kräuter zu sich, von denen sie erbrechen musste. Doch sie musste zugeben, dass ihre Schmerzen daraufhin besser geworden waren.

Nach fünf langen Monden, die für Schneejunges von Mond zu Mond immer unerträglicher vergangen sind, ernannte das Allsehende Auge des SchattenClans ihre Schwester und sie zu Schülern ernannt, die die Ausbildung zum Knochentreiber vor sich hatten. Blaupfote bekam Bernsteinfleck als Mentorin. Bernsteinfleck! dachte sich Schneepfote erschrocken Sie ist so streng... die arme Blaupfote. mit Mitleid in den Augen sah sie ihre Schwester an, und hatte dabei fast ihre eigene Zeremonie vergessen. Schneepfote bekam den stillen Rostpelz als ihren Mentor, und sie wusste nicht, wie sie diesen einschätzen sollte, da er alt war, und er dachte, dass er bald in den Ruhestand gehen würde. Einerseits war es vermutlich von Vorteilen, dass sie einen erfahrenen Mentor hatte, andererseits schätzte sie ihn als einen Spießer ein, was ihr ein ungutes Gefühl im Magen gab, doch versuchte sie, sich nichts anmerken zu lassen.
Schneepfote ging noch am selben Tag mit Rostpelz durch das Territorium, was ihre geteilte Stimmung wieder aufblühen ließ. Endlich würde sie auch das Territorium sehen und Fetzenpfote und sein Bruder könnten sie nicht mehr mit dummen Kommentaren fertig machen können.
Die weiße  Kätzin war begeistert davon, was es alles außerhalb des Territoriums zu sehen gab, und sie fragte sich, ob der Wald endlos groß seie.

Das Training mit Rostpelz stellte sich als grandios heraus, da die junge Schneepfote schnell bemerkte, dass der ältere Jäger all seine Erfahrungen und sein Wissen an sie weiter geben konnte. Und auch ihre Schwester Blaupfote konnte viel von der strengen Bernsteinfleck lernen, auch wenn es man ihr ansehen konnte, dass sie manchmal unter den harten Lektionen der gefleckten Jägerin litt, woraufhin die Schwester Mitleid mit ihr hatte.

An einem Tag mussten die beiden Schwestern zusammen mit Fetzenpfote und Brandpfote trainieren, und Brandpfote's Mentor Drachenherz gab ihm die Aufgabe, einen Kampfzug mit Blaupfote auszuprobieren, allerdings sollten sie ohne Krallen kämpfen. Schneepfote hingegen sollte mit Fetzenpfote den selben Kampfzug lernen. Urplötzlich fiehlen die beiden Schwestern schmerzerfüllt zu Boden, worauf Rostpelz und Bernsteinfleck aufschreckten. "Brandpfote! Fetzenpfote! Ich habe euch doch gesagt, ihr sollt ohne Krallen kämpfen!" fauchte er den Novizen ins Gesicht, und musste sich zügeln, ihnen nicht mit den Krallen übers Gesicht zu fahren. "Ups, habe ich vergessen..." murmelte Brandpfote. "Ich habe Schneepfote nicht einmal berührt, ich schwöre es!" protestierte Fetzenpfote, und erkundigte sich nach Schneepfotes Wohl. "Es stimmt" miaute Schneepfote, welche sich wieder auf die Beine hievte, doch ihre Schwester hatte eine zerfetzte Flanke, und atmete schwer. "Wir müssen sie zu Rußherz bringen, schnell!" hetzte Bernsteinfleck. "Ich kann nicht so schnell... meine Flanke brennt wie Feuer. Ich kann kaum laufen." meinte Schneepfote, jedoch konnte sie sich nicht erinnern, von Fetzenpfote an der Flanke attackiert worden zu sein. Rostpelz und Bernsteinfleck halfen den beiden Schwestern, in den Bau von Rußherz zu kommen. Drachenherz und Wolfzahn blieben bei ihren Schülern, welche mächtigen Ärger bekommen hatten.
Rußherz behandelte Blaupfotes Wunden, und ließ sie schlafen. "Ihr wird es bald wieder besser gehen." miaute Rußherz. "Und was war mit dir, Kleine?" wollte die Pflanzenkennerin wissen. "Ich hatte auch Schmerzen, aber mittlerweile sind sie wieder weg." Rußherz untersuchte Schneepfote, konnte allerdings keine Verletzungen finden. "Okay, gut, du darfst gehen. Aber bitte sag mir Bescheid, falls die Schmerzen wieder kommen sollten."

Schneepfote trainierte fleißig mit ihrem Mentor, und wurde von Tag zu Tag eine größere Bedrohung für andere Katzen, was sie mit Stolz erfüllte.
Doch in einer Nacht bekam Schneepfote fürchterliche Schmerzen, woraufhin sie Rußherz erneut aufsuchen musste. Sie beklagte sich über schreckliche Schmerzen im Unterleib und eine kratzige Kehle. "Das sind die selben Synonyme, die Wolkenfeder auch hat, sie ist sehr alt und krank." bemerkte Rußherz mit einem Murmeln. "Schneepfote, hast du jemals darüber nachgedacht, dass du nicht vielleicht die Schmerzen deiner Clankameraden spürst?" Schneepfote war starr vor Schock. "Was meinst du damit?" wollte die weiße Kätzin wissen. "Nun ja, mir ist es immer häufiger aufgefallen, dass du an Schmerzen leidest, aber keine Wunden aufweist, doch deine Clangefährten tragen zu diesem Zeitpunkt genau dort Wunden, an denen du Schmerz empfindest." Schneepfote wusste nicht, was sie sagen sollte. Wie sollte sie denn zu einer Knochentreiberin werden, wenn sie den ganzen Schmerz ihres Clans aushalten musste? "Vielleicht ist es deine Bestimmung, eine Pflanzenkennerin zu werden, Schneepfote." die Weiße sah Rußherz mit entsetztem Blick an. "Nein! Ich will kein Pflanzenkenner sein! Ich möchte mit meiner Schwester Blaupfote eine Knochentreiberin werden! Das war immer mein größter Wunsch, ich ich trainiere hart dafür!" mit schmerzender Brust rannte sie aus dem Bau von Rußherz.

Schneepfote und Blaupfote haben sechs Monde lang hart trainiert, so dass sie endlich ihren Jägernamen erhalten würden. Schneepfote hatte den Namen Schneepelz erhalten, und Blaupfote den Namen Blauherz. Mondblüte war sehr stolz auf ihre beiden Jungen.

An einem Tag patrouillierte Schneepelz über das SchattenClan-Lager, um die Duftspuren neu zu verteilen. Dort fand sie einen feindlichen Kater Jäger. "Eindringling!" fauchte Schneepelz zu der feindlichen Katze. "Es...es .. tut mir leid!" stotterte der graue Kater. "Ich hoffe, du hast eine gute Erklärung für mich, sonst müssen wir dieses Problemchen hier mit unseren Krallen lösen." drohte Schneepelz ihm. "Ich möchte nicht kämpfen." sagte er mit einem leicht bedrückten Unterton. "Wir haben momentan nichts zu Essen.. ich wollte.. ich wollte...  nun ja, meine Mutter liegt im Sterben, wegen Nahrungsmangel. Es wäre nicht für mich gedacht gewesen, sondern ganz allein für meine liebe Mutter. Ich werde euer Territorium nun verlassen..." Schneepelz empfand tiefstes Mitleid für den Kater. "Oh Schreck, das klingt ja schrecklich! Es tut mir leid für dich... aber es verstoßt gegen unser Gesetz, unsere Beute mit anderen Katzen, die nicht zum SchattenClan gehören, zu teilen." ein trauriger Unterton zierte ihre Stimme. "Ich verstehe dich, ich bin echt froh, dass wir diese Angelegenheit ohne sinnloses Blutvergießen lösen konnten. Ich habe dich schon mal gesehen. Anscheinend bist du jetzt eine Knochentreiberin, herzlichen Glückwunsch." miaute der Kater zum Abschluss, und drehte ihr den Rücken zu. "Warte!" maunzte Schneepelz und lies den Grauen kurz alleine. Kurze Zeit später kam sie mit einem Buchfinken in der Schnauze zurück. "Hier.. nimm dies. Für deine Muttter." sagte sie, und warf den toten Vogel vor die Pfoten des Katers, welcher sein Glück kaum fassen konnte. "Ich kann es nicht in Worte fassen, wie sehr ich dir danke, Schneepfote." mit lieblichen Augen sah er die Weiße an. "Mein Name ist Schneepelz." korregierte sie ihn. "Entschuldigung. Mein Name ist Stachelkralle. Ich werde dir diese gute Tat niemals vergessen, Schneepelz." mit diesen Worten eilte er zurück, zu seiner Mutter, weg vom SchattenClan-Territorium.

Auf der Patrouille traf sie Stachelkralle wieder, welcher zusammen mit seiner Mutter Gänseblümchen jagte. Schneepelz' Pfoten kribbelten angenehm, als sie sah, dass es ihr wieder gut ging. "Hallo Schneepelz" sprach Stachelkralle sie an, welche zusammenzuckte. "Hallo Stachelkralle!" miaute sie freundlich. "Ich wollte.. mich noch einmal für deine gute Tat bedanken. Gänseblümchen ist wieder gesund geworden." flüsterte der Graue ihr ins Ohr. "Kein Problem..." murmelte Schneepelz. "Ich würde dich gerne etwas besser kennenlernen." sagte der Graue mit einem unsicheren Ton. Die Jägern wusste nicht so ganz, wie sie darauf reagieren sollte. Tatsächlich mochte sie Stachelkralle, auch wenn sie für ihn das Gesetz des Berges gebrochen hatte, in dem sie Beute mit ihm geteilt hatte... und sie die letzten Tage oft an ihn denken musste. Nur für eine Nacht... was soll schon schief gehen? sagte sie zu sich selbst, und sagte zu. "Wirklich? Das ist ja großartig! Wir treffen uns in drei Tagen genau hier, alles klar?" fragte Stachelkralle freundlich, woraufhin Schneepelz nickte, sie hatte dabei jedoch ein unwohlsein im Bauch.

Drei Tage später schlich sich Schneepelz in der tiefen Nacht aus ihrem Bau, um sich zur Lichtung am großen Baum zu treffen, wo sie Stachelkralle erwarten sollte. Du bist völlig durchgeknallt... dachte sie sich, doch ein Adrenalinschub und ein Flattern im Herz trieb ihre Pfoten zu ihm. Als sie an ihrem Ziel an kam, wartete Stachelkralle schon geduldig auf die Weiße. "Hallo Schneepelz! Ich bin froh, dass du wirklich gekommen bist." schnurrte der graue Streuner und leckte Schneepelz über der Wange. Aber .. ich kenne ihn doch gar nicht... mir geht das zu schnell.. dachte Schneepelz, doch sie sagte nichts. "Du bist wunderschön im Mondlicht... hat dir das schon mal jemand gesagt?" schnurrte Stachelkralle und schmieg sich an die Weiße. Verdammt... er raubt mir den Atem... die SchattenClan-Jägerin verlor sich in seinen Augen. "Es tut mir leid." sagte Stachelkralle in einem dominanten Ton. "Ich kann mich bei dir einfach nicht beherrschen. Du gehst mir nicht mehr aus meinem Kopf, Schneepelz. Es wäre besser, wenn ich gehen würde." Alles was hier gerade passiert, ist falsch... doch.. es gefällt mir... "Bitte geh nicht, Stachelkralle." sagte Schneepelz, fast schon verzweifelt. "Ich möchte nicht, dass du gehst." ein kühler Wind durchfuhr sie, woraufhin sie sich in das weiche Fell von Stachelkralle kuschelte. "Mir ist kalt." Stachelkralle sagte nichts, aber kuschelte sich noch fester an Schneepelz. Nur für eine Nacht...

Am nächsten Morgen wurde Schneepelz von schrecklichen Schmerzen geweckt, welche so stark waren, dass Hilfe brauchte, zu Rußherz zu kommen. "Das sind die Schmerzen, die Dornenblüte empfindet! Sie bekommt ihre Jungen! erkannte Rußherz sofort, als sie über starke Schmerzen im Unterleib klagte. Schluck den Schmerz... Schneepelz... du willst eine Jägerin sein... hechelte sie, und blieb mit den fürchterlichen Schmerzen in Rußherz' Bau zurück. Blauherz war bei ihrer Schwester geblieben, welche sie tröstete. Mondblüte ging stetig hin und her, um sich über Dornenblütes Wehen zu erkundigen, und Bericht zu erstatten. Nach zwei Stunden war es vollbracht, und schlagartig fiehlen die Schmerzen von Schneepelz ab. Kurze Zeit später kam Rußherz zurück zu Schneepelz. "Schneepelz. Wir müssen reden. Ich bitte euch, meinen Bau zu verlassen. Ich möchte unter vier Augen mit ihr reden." Blauherz und Mondblüte gingen aus dem Bau, und Schneepelz sah sie mit schockiertem Blick an. "So kann es nicht weiter gehen, und das weißt du." die Jägerin wusste nicht, was sie sagen sollte, doch sah sie ein, dass Rußherz wahrscheinlich Recht hatte. "Aber ich kann nicht! Was wird aus Stachel-...." ihr Herz blieb für einen Moment stehen. "Was meinst du?" fragte Rußherz verwirrt. "...Nichts..." seufzte Schneepelz. "Du hast vermutlich Recht... ich kann meinem Clan als Jägerin nicht effektiv dienen." Schneepelz' Kopf war gesenkt, und auf den erdigen Boden fiehlen Tränen. "Es tut mir leid... Schneepelz. Ich werde dem Auge davon berichten." mit glasigem Blick sah sie Rußherz hinterher. Es tut mir leid, Stachelkralle... wimmerte sie, da sie ihn am Abend wieder treffen wollte.

Schneepelz wurde die Pflanzenkenner-Novizin von Rußherz, welche ihr ihren Bau zeigte, und ihr jegliche Arten von Kräutern und deren Fundorte erklärte. Auch wenn Schneepelz sich nicht alles sofort merken konnte, lernte sie schnell. Manchmal war sie allerdings auch etwas abwesend, wenn Rußherz versuchte, ihr etwas zu erklären, da sie in den Gedanken oft bei Stachelkralle war, welcher sich fragen musste, wo sie gewesen war. Die Pflanzenkenner-Novizin musste allerdings einsehen, dass ihre Liebe zu Stachelkralle keine Zukunft gehabt haben muss, was sie allerdings nur bedingt getröstet hatte. Rußherz nahm es Schneepelz nicht übel, wenn sie andauernd nachfragen musste, denn die Pflanzenkennerin wusste, dass Schneepelz schwierige Zeiten durch machte.

Auf einer weiteren Jagd traf sie Stachelkralle erneut an, welcher sich erkundigt hatte, wo sie in jener Nacht gewesen war. "Es tut mir leid, aber wir können nicht mehr befreundet sein..." murmelte Schneepelz abwesend, doch musste sie sich zusammenreißen, nicht in Tränen auszubrechen. "Aber wieso denn nicht?!" frage der Graue entsetzt. "Ich liebe dich..." flüsterte er ihr ins Ohr. Ich dich auch... "Mein Weg ist dazu bestimmt, eine Pflanzenkennerin zu werden. Ich bin an jenem Abend zu ihrer Schülerin geworden. Ich.... kann nicht, Stachelkralle." man sah Stachelkralle an, dass er sehr traurig über diesen Entschluss war, doch zeigte er Verständnis. "Ich verstehe, dass dir dein Clan wichtig ist, und dass du wegen deiner Ausbildung keine Zeit hast..." murmelte er, und wusste nicht, was er genau sagen sollte. Mit traurigem Blick sagte sie ihm noch ein "Es tut mir leid..." ins Gesicht, und trottete zurück zu ihrem Lager, ohne auch nur einen Fang gemacht zu haben.

An einem Morgen schmerzte Schneepelz Unterleib, aber dieses mal nicht so schlimm, wie bei der Geburt von Dornenblüte. Sie suchte schnellstmöglich Rußherz auf, und erkundigte sich nach dem Wohle der SchattenClan-Katzen. Doch die Pflanzenkennerin versicherte ihr, dass alle wohlauf waren, nachdem sie alle Katzen des Clans befragt hatte. Schneepelz wurde Unwohl. Rußherz untersuchte die Weiße und machte eine Feststellung. "Bei den Mondläufern! Scheneepelz, du erwartest Jungen!" Diese Worte durchbohrten ihre Brust wie ein Dorn. "Aber Schneepelz, wer ist der Vater? Ich habe dich hier nie mit einem Kater gesehen" Schneepelz Blut gefrohr vor Schock. Stachelkralle... "Du... Rußherz. Ich möchte gerade nicht darüber reden. Ich muss das erst einmal verarbeiten." Doch schwieg die Kätzin immerzu darüber, woraufhin Rußherz Verständnis zeigte.

Auf einer weiteren Jagd traf sie Stachelkralle zufällig an. Als er auf sie zugegangen war, drehte sich ihr Magen um. "Hallo...Stachelkralle..." mumelte sie zur Begrüßung. "Hallo...Schneepelz..." miaute er etwas abwesend. "Ich muss mit dir reden. Es ist wichtig." drängelte sie, und ging mit ihm zu einem etwas abgelegeneren Punkt. "Stachelkralle" sie musste Mut fassen, um weiter reden zu können. "Ich erwarte Jungen. Unsere Jungen." der Graue brauchte einen Moment, um diese  Neuigkeit zu verarbeiten. "Oh... und.. was gedenkst du, jetzt zu tun?" wollte Stachelkralle wissen, und man merkte ihm an, dass er mit der derzeitigen Situation völlig überfordert war. "Ich möchte, dass diese Jungen bei dir groß werden." Schneepelz' Brust brannte vor Schmerz, als sie diese Worte aussprechen musste. Stachelkralle sah sie mit großen Augen an. "Wie kommst du zu dieser Entscheidung?" fragte er unsicher, doch mit einem sanften Unterton. "Ich habe keine Zeit, mich mondelang um sie zu kümmern, da meine Ausbildung sehr wichtig ist. Zu dem ist Rußherz eine sehr alte Kätzin, ich weiß nicht, wie lange sie noch unter uns ist. Doch so lange sie noch bei uns ist, muss ich alles wissen, was sie mir in der Zeit lehren kann. Diese Entscheidung fällt mir wirklich nicht leicht, aber es ist besser für sie, denke ich." Stachelkralle sah sie mit bedauerlichem Blick an und ging ein Schritt näher auf sie zu, um seinen Kopf in sein weiches Fell zu kuscheln. "Wirst du sie säugen?" fragte er mit fast schon einer erbärmlichen Stimmlage. Schneepelz musste die Frage kurz überdenken. "Ehrlich gesagt habe ich darüber noch nicht nachgedacht." gab sie zu, und drückte ihre Flanke fester an Stachelkralles Gesicht. "Wir haben in unserem Streunerort eine Kätzin, die ebenfalls Jungen erwartet, ihr Name ist Habicht. Ich könnte sie fragen, ob sie bereit dazu wäre, sich auch um sie zu kümmern. Jedoch kann ich nichts versprechen." Schneepelz' Herz schmerzte und ihr kamen beinahe die Tränen. "Danke, Stachelkralle. Meine Jungen müssten in ungefähr zwei Monden auf der Welt sein... hoffentlich passt das." Stachelkralle nickte, und genoss die Nähe von Schneepelz jeden Augenblick lang, doch wand sich die weiße Kätzin von ihrem ehemaligen Gefährten ab, und sah ihn mit Tränen in den Augen an.

In zwei Monden gebar Schneepelz ihre beiden Jungen, die sie Wolke und Fluss taufte. Sie bat Rußherz, dem Clan zu erzählen, ihre Jungen wären bei der Geburt umgekommen, und verkeilte sich zwei Tage in ihrem Bau und ließ niemanden an sich heran. In der Nacht schlich Schneepelz sich vom Territorium des SchattenClans und ging zu Stachelkralle, am großen Baum, dort, wo sie sich immer trafen. Da sie kein genaueres Datum wusste, ging er jede Nacht an diesen Ort, und schlief dort, um auf Schneepelz zu warten. "Hey, Stachelkralle, wach auf. Ich bin's." miaute die weiße Kätzin ihn aus dem Schlaf.  Mit großen, gelben Augen sah er seine ehemalige Gefährtin an. Dann erblickte er zum ersten Mal die Gesichter seiner Jungen. "Sie sind wunderschön, Schneepelz..." Schneepelz verstummte, und musste ihre Tränen zurückhalten. "Ich verspreche dir, ich werde ihr Leben schützen, selbst wenn es das meine kostet. Habicht weiß Bescheid. Sie hat ihre Jungen verloren, da sie eine Totgeburt hatte... bedauerlich, aber ich denke, sie wird die beiden wie ihre eigenen Jungen versorgen." versuchte Stachelkralle, Schneepelz aufzumuntern. "Das ist Wolke, ein Kater." miaute sie kühl, und leckte dem weißen Jungen mit der gleichen Augenfarbe seines Vaters. "Und das ist...Fluss.. es ist eine Kätzin..." ihre Stimme klang sehr traurig. Fluss sah ihrem Vater zum verwechseln Ähnlich, außer die Augen - die waren von Schneepelz. "Das ist euer Vater. Er wird euch mitnehmen und sich um euch kümmern. Seid schön artig, hört ihr?" bitteres Weinen gab ihrer Stimme Lautstärke. Stachelkralle sah sie mit traurigem Blick an. "Schneepelz, ich zolle dir meinen Respekt. Du opferst so viel auf, nur um deinem Clan effektiv zu dienen. Du bringst Opfer, die du nicht hättest bringen müssen... du hast einen starken Charakter und ein gutes Herz." sprach er mit liebevoller Stimme, doch Schneepelz antwortete ihm nicht, da sie vor lauter Tränen kein Wort sprechen konnte. "Es tut mir leid." mit diesen Worten verlies sie den Platz und ging Stachelkralle aus den Augen. "Auf wiedersehen, Stachelkralle.." wisperte sie atemlos. Sie wartete nicht auf eine Antwort, sondern ließ ihre Jungen zusammen mit Stachelkralle zurück.

"Ein Dachs ist ganz in der Nähe unseres Lagers gesichtet worden!" rief Bienenwabe durch das gesamte Lager. Seine Neuigkeit brachte Unruhe ins Lager, außer in der Kinderstube, wo sich Felsjunges und Bergjunges einen Spaß daraus machten. "Raaarrr, komm nur her, du großer, böser Dachs! Wir reißen dir dein Herz aus der Brust!" mit Kampfgebrüll stürzte sich Berjunges auf seinen Bruder Felsjunges, und die Mutter der beiden ermarnte sie, ernst zu bleiben. "Ein Dachs also? Hm... das riecht nach Ärger." schnaubte Schneepelz zu Rußherz, welche sehr unruhig auf sie wirkte. Das Allsehende Auge rief sie und Rußherz ebenfalls in die Patrouille, gegen den Dachs anzugehen. "Wir wollen auch mitkommen!" jammerte Bergjunges zu seiner Mutter, welche sie am Nackenfell zurück in die Kinderstube bettete, und sie zum Schlafen aufforderte - sie selbst war in binnen von wenigen Minuten eingeschlafen.  Die weiße Kätzin ging zusammen mit ihren Clangefährten zum besagten Dachsbau, und trottete hinter Rußherz her. Sie war angespannt und hatte Angst vor dem bevorstehenden Kampf gegen das schwarz-weiße Monster. Kurz bevor die Absprache des Plans für den Kampf endete, hörten sie einen lauten Hilfeschrei. "HILFE! HILFE! So hilft uns doch jemand!" Schneepelz hatte keine Chance, überhaupt zu reagieren, ehe Rußherz in den Dachsbau stürmte, und den Hilferufen nachging. Schneepelz' Herz hämmerte heftig, und flink folgten ihre Clangefährten. Sie eilte als letztes in den Bau, und das erste was sie fand, war die Leiche von Felsjunges. Wie gelähmt starrte sie den toten Körper des kleinen Jungtier an. "Du wirst es bereut haben, einen von unseren zu töten!" fauchte Rußherz, und kämpfte alleine mit wütendem Gesicht und heftigen Krallenhieben ins Gesicht des Daches, im Versuche, an sein Genick zu kommen. Schnell stürmten weitere Katzen auf das große Tier, doch ihm gelang es, eine große Menge an SchattenClan-Katzen abzuschütteln, und Rußherz mit den scharfen Zähnen wie einen Ast im Maul zu zermalmen und warmes Blut aus seinem Fängen hinunterlief. "RUßHERZ, NEIN!" schrie Schneepelz völlig aus der Fassung durch den Bau, während sie mit unsagbaren Schmerzen zusammenklappte und in Ohnmacht fiehl.

Mit verschwommendem Blick wachte Schneepelz im Heilerbau auf. Hatte sie etwa nur einen schlimmen Albtraum gehabt? Sie sah sich mit hämmerndem Herz in Rußherz' Bau um, doch von ihr fiehl jede Spur. Plötzlich kam das Allsehende Auge in ihren Bau, und schilderte ihr noch einmal den Vorfall. "Rußherz hat ihr Leben für Bergjunges gelassen. Der Dachs wurde getötet. Du bist in Ohnmacht gefallen, doch dir ist nichts geschehen. Du wirst nun den Platz anstelle von Rußherz als vollwertige Pflanzenkennerin einnehmen." miaute das Auge. "Aber ich bin noch nicht bereit dafür! Ich will zusammen mit Rußherz weiteres über die Heilerkünste lernen! Ich wollte nie, dass das alles so endet, wie es kam..." das Auge versuchte, sie zu trösten, doch das schien in jenem Moment nicht möglich. Das Auge verließ ihren Bau und ließ sie die ganze Sache verarbeiten. "Deine Gabe..." gab das Auge noch dazu. "Es ist ungewöhnlich für Pflanzenkenner, dass sie eine Gabe bekommen, die von den Mondläufern kommt. Deine Bestimmung war es von Anfang an, den Weg einer Pflanzenkennerin zu gehen, jedoch hatte ich keine Ahnung.
Am Abend des Tages wurde Rußherz die letzte Ehre erwiesen, und Schneepelz blieb die ganze Nacht bei ihr, und betete für sie. Sie bedankte sich für ihr Wissen und ihre Geduld und versprach ihr, sich Mühe zu geben, um ihr eine ehrenhafte Nachfolgerin zu werden. "Auf wiedersehen, Rußherz. Ich werde mich an dich erinnern, bis zu dem Tag, an dem wir uns wiedersehen werden."

  Charakter
  Lieblingsessen: Wühlmaus
  Persönlichkeit: Die weiße Kätzin ist sehr geduldig und stets freundlich zu ihren Clankameraden oder auch zu Streuner-Katzen, die ihr nicht böse gesonnen sind. Sie hat einen sehr wohltuenden Charakter, auch wenn sie auf manche Katzen ihres Clans ziemlich mysteriös und geheimnisvoll wirkt, da sie oft in Rätseln spricht, vor allem wenn es um Prophezeiungen oder das Schicksal eines Verletzten geht. Sie zeigt sehr viel Mitgefühl zu Katzen, die verletzt sind, oder einen Verlust erlitten haben, und versucht stets, für diese da zu sein, um sie ein wenig zu trösten, auch wenn ihr Clan weiß, dass sie selbst keine rosige Vergangenheit gehabt hatte, und viele wissen ihre Gutmütigkeit sehr zu schätzen.


 
© by Crazy.Jo




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Zuletzt von Asche am Di 1 März 2016 - 19:28 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet

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